Das Bundeswirtschaftsministerium hat am 07.07.2026 einen sofortigen Stopp für Anträge im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) ausgerufen. Die Aufhebung der Aussetzung der Antragsannahme wird für Anfang 2027 angestrebt. Bis dahin können keine Projektskizzen und keine ZIM-Anträge (auch nicht für Durchführbarkeitsstudien und Innovationsnetzwerke) eingereicht werden. Begründet wird dies mit der erheblich gestiegen Nachfrage nach dem Programm und den begrenzt verfügbaren Haushaltsmitteln. Ursächlich dürften insbesondere die Konsolidierungsvorgaben im Bundeshaushalt sein.
Anträge mit internationalen Partnern (Unternehmen und Forschungseinrichtungen) im Rahmen von offenen Ausschreibungen sind hiervon ausgenommen. Aktuell sind Ausschreibungen für Brasilien, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Österreich, Tschechien, Schweden, Israel und die Türkei veröffentlicht.
Der kurzfristige Antragsstopp wird durch die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) kritisiert, da hierdurch eine effektive Förderung von Innovationen im Mittelstand ausgebremst wird. ZIM ist nachweislich eines der erfolgreichsten Innovationsförderprogramme des Bundes für den Mittelstand und hat sich als bewährtes Instrument in der mittelständischen Innovationsförderung etabliert. Auch der Verband innovativer Unternehmen (VIU) sieht den Antragsstopp bei einem der wichtigsten technologieoffenen Förderprogramme als ein problematisches Signal für den Innovationsstandort Deutschland. Das Handelsblatt kommentiert: „Es gibt viele Wege, den Niedergang Deutschlands zu beschleunigen. Die Koalition kennt sie alle. Der Antragsstopp für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gehört dazu.“
Sofern Sie vom ZIM-Antragsstopp unmittelbar betroffen sind und zeitnah eine Antragseinreichung geplant hatten, kommen Sie gern auf uns zu. Wir prüfen gern gemeinsam mit Ihnen, welche möglichen alternativen Fördermöglichkeiten kurzfristig in Betracht kommen, damit Ihre innovativen Ideen nicht ausgebremst werden.
Quellen:
ZIM – Meldung Antragsstopp
ZIM – Internationale Ausschreibungen
DIHK – Statement
VIU – Statement
Handelsblatt – Kommentar