Im Rahmen des 8. Ostdeutschen Unternehmertages (OUT) hat die ATeNe GmbH der Märkischen Allgemeinen Zeitung ein Interview zum Thema Fördermittelakquise für ihre Sonderbeilage gegeben:
Der Landrover im Förderdschungel
Die Potsdamer ATeNe GmbH berichtet an ihrem Stand beim Unternehmertag, wie Förderung erreichbar wird
Von Gerald Dietz
Ron Heynlein geht davon aus, dass vielen interessierten Besuchern am Stand der ATeNe GmbH beim Ostdeutschen Unternehmertag (OUT) der Name der Firma nicht unbekannt sein wird. „Wir sind so gut vernetzt, dass der Firmenname schon ein Begriff ist“, sagt der 59-jährige Geschäftsführer, der das Unternehmen 2005 zusammen mit einem Partner in Potsdam gegründet hat. Zudem stehe die Agentur für Technologie und Netzwerke (ATeNe) letztlich für eine „angenehm empfundene Tätigkeit“. Die Unternehmensberatung könne mit ihrem Fokus auf Fördermittelakquise durch errungene Zuschüsse „bare Münze“ bringen, wie Ron Heynlein es formuliert. Und diese Finanzmittel könnten auch hinsichtlich des Titelthemas des diesjährigen OUT „Transformation“ gerade für ostdeutsche, vorwiegend kleine und mittelständische Unternehmen von entscheidender Bedeutung sein.
Die ATeNe GmbH ist einer von insgesamt 17 Ausstellern mit einem Stand bei der begleitenden Messe des OUT. Die aus einer Technologie- und Innovationsagentur (ATI) zur Wettbewerbs- und Entwicklungsberatung ostdeutscher Unternehmen hervorgegangene GmbH steht indes nicht nur für die Fördermittelakquise. Es geht dem Unternehmen auch um Innovationsberatung, Projektadministration für Unternehmensgründung und -wachstum und eben um das Netzwerkmanagement.
Die insgesamt zehn vor allem ingenieurtechnisch qualifizierten Beschäftigten arbeiten dabei nach einer Art interdisziplinärem Rollenverständnis. Sie fungieren als planende Ingenieure in der Strukturierung von Projekten, helfen bei der Ausarbeitung von Anträgen und anderen Dokumenten für potenzielle Geldgeber und fungieren als Übersetzer, um die richtige Fachsprache zu finden, wie Ron Heynlein es beschreibt.
Insgesamt weit mehr als tausend Projekte für über 500 Unternehmen nicht nur aus Ostdeutschland, sondern auch aus Bayern, Baden-Württemberg oder Hamburg hat die branchenoffene, aber auf Forschung und Entwicklung spezialisierte ATeNe GmbH schon umgesetzt.
Ron Heynlein, studierter Luft- und Raumfahrtingenieur, stammt ursprünglich aus Dresden, hat später in Moskau gearbeitet und war vor der Gründung der ATeNe GmbH auch für die damalige Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) tätig, aus der später die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) hervorgegangen ist. Vom „Landrover im Förderdschungel“ spricht Heynlein, wenn er über ATeNe berichtet. Die durchaus vielfältigen Förderprogramme für KMU blieben vielfach ungenutzt, weil die Unterstützungslandschaft schwierig zu durchdringen ist und „die Wege dahin so lang und aufwendig wirken“, wo doch die Firmen selbst vor allem den Verkauf im Fokus haben. ATeNe versucht hierbei, die Türen zu öffnen und Unternehmensideen in die Logik der Förderprogramme zu übersetzen.
Teilweise seien Unterstützungsmöglichkeiten auch gar nicht bekannt. So existiert etwa. eine steuerliche Forschungsförderung, über die auch ältere Projekte nachträglich mit verminderten Abgaben unterstützt werden können. Die Fördermittelakquise von ATeNe wird begleitet durch eine umfangreiche Projektadministration und auch ein ebenfalls für die Unternehmen anvisierte Unterstützung hilfreiches Netzwerk in Wirtschaft und Wissenschaft.
Das OUT-Thema Transformation war, ist und bleibt letztlich für ATeNe immer ein entscheidender Begriff, der nicht ausschließlich mit der viel beschworenen Digitalisierung zu tun hat. Viel weitreichender ist für Ron Heynlein in diesem Themenbereich mittlerweile der Einsatz Künstlicher Intelligenz, der „jedem vor der Brust“ stehe.
Für ihn geht es vor allem auch um die Einrichtung CO2-freier Wertschöpfungsketten, wie sie die EU im Visier hat, die letztlich für die Erringung von Krediten eine Rolle spielen könnten. Zudem sieht er insgesamt bei ostdeutschen einen gewissen Nachholbedarf im Bereich Forschung und Entwicklung – also „immer kreativ sein“, so die Empfehlung von Ron Heynlein.
Quelle: Ostdeutscher Unternehmertag, eine Vertragsbeilage der Märkischen Allgemeinen, vom 08.09.2026
