GRW-Fördergebiete neu festgelegt

Laut Bundeswirtschaftsministerium wurde die Gebietskarte für die Förderung strukturschwacher Regionen in Deutschland für die Jahre 2022 bis 2027 neu festgelegt. Damit wurden die neuen Rahmenbedingungen für die Regionalförderung der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) sowie für zahlreiche weitere Förderprogramme festgelegt.

Der Entwurf der neuen Fördergebietskarte, der noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Europäische Kommission steht, weist zahlreiche Veränderungen in der Einstufung in C-, D- oder Nicht-Fördergebiete auf. Für den Osten Deutschlands hat dies beispielweise zur Folge, dass die bisher besser gestellte Grenzregion zu Polen auf ein C-Fördergebiet herabgestuft wird. Zahlreiche Regionen, wie das Berliner Umland, der Raum Leipzig-Dresden sowie der Raum um Erfurt werden auf ein D-Fördergebiet herabgestuft. Teile Berlins sowie Potsdam werden zum Nicht-Fördergebiet erklärt. Im Westen Deutschlands erhalten hingegen einige Landkreise künftig durch die Einstufung als D-Fördergebiet die Möglichkeit, Fördermittel in Anspruch zu nehmen.

Die Neueinstufung der einzelnen Regionen wird voraussichtlich dazu führen, dass die Förderquote in zahlreichen Landes- und Bundesprogrammen (GRW, ZIM) ab 2022 geringer ausfällt oder kein Anspruch auf Förderung mehr besteht (z.B. GRW-Förderung in Potsdam und Teilen Berlins).

Link: Entwurf der GRW-Fördergebietskarte 2022 – 2027